Wer bekommt einen Kredit?

kredit_wer_bekommt_einenFür die Erteilung eines Kredits muss der Antragssteller volljährig sein und einen festen Wohnsitz in Deutschland haben.

Ist der Antragssteller Migrant aus einem Nicht-EU-Land, sollte eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis vorliegen. Eine Befristung erschwert die Chancen auf eine Kreditzusage. Sofern bei einer befristeten Aufenthaltserlaubnis ein Kredit erteilt wird, wird der Kreditgeber auf kurze Laufzeiten und hohe Sicherheiten achten.

Von den meisten Anbietern wird die Kreditvergabe von einem festen Arbeitsverhältnis abhängig gemacht. Befindet sich der Arbeitnehmer noch in der Probezeit oder ist der Arbeitsvertrag befristet, lehnen viele Geldinstitute einen Antrag ohne weitere Prüfung ab.

Je höher das Einkommen, desto wahrscheinlicher sind die Aussichten auf eine Kreditzusage und umso bessere Konditionen werden eingeräumt. Daneben werden weitere Faktoren wie Alter, Beruf und Familienstand bewertet. Ein besonderes Gewicht erhält die Schufa-Auskunft, die von allen Kreditinstituten in Deutschland eingeholt wird.

Selbstständige müssen meist das Jahreseinkommen der vergangenen drei Jahre nachweisen. Generell werden Selbstständige kritischer geprüft, da meist keine konsistenten Zahlungseingänge vorliegen und die Einkommensperspektive unbekannt ist. Einige Kreditanbieter beschränken die Kreditvergabe auf Angestellte oder gewähren nur bestimmte Berufsgruppen unter den Selbstständigen Darlehen.

Ab einem gewissen Kreditvolumen werden Kreditentscheidungen nicht mehr vom Berater in der Bank, sondern von der Risikoabteilung des Geldinstituts getroffen. Bei Direktbanken erfolgt ohnehin ein zentralisiertes Scoring. Das Ausfallrisiko wird computergestützt anhand einer statistischen Vergleichsgruppe errechnet. Von der Auswertung hängt die Höhe der in den Kredit eingearbeiteten Risikoprämie ab.